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Menschen ohne Arbeit in ihrer Gesundheit stärken – gemeinsam in Berlin und Brandenburg

Gesundheit ist das wichtigste Gut des Menschen. Doch nicht für alle ist sie selbstverständlich. So stellt Arbeitslosigkeit¹ ein hohes Gesundheitsrisiko dar: ungesunder Lebenswandel, eine kaum bis gar nicht vorhandene Tagesstruktur und der Wegfall sozialer Kontakte sind nur einige Faktoren, die sich ungünstig auf die Gesundheit auswirken. Hinzu kommt, dass arbeitslose Menschen in einer Arbeits- und Leistungsgesellschaft, wie wir sie in Deutschland vorfinden, häufig stigmatisiert werden. Dies kann eine enorme psychische Belastung für die Betroffenen, aber auch für das soziale Umfeld, bedeuten. Nicht minder zu unterschätzen sind die sich mit der Zeit zunehmend verfestigenden gesundheitsschädigenden Gewohnheiten, die in einen schwer zu durchbrechenden Teufelskreis führen. Körperliche und psychische Erkrankungen können entstehen oder sich verschlimmern, ebenso wie soziale Isolation, Resignation und ein geringes Selbstwertgefühl.

Doch Arbeitslosigkeit muss keine aussichtslose Situation sein. Vielmehr darf sie als Chance verstanden werden, sich neu auszurichten. Damit dies gelingen kann, braucht es bestimmte Voraussetzungen, allen voran: eine stabile Gesundheit. Um diese zu fördern und langfristig zu erhalten, hat es sich das Modellprojekt "Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt" zur Aufgabe gemacht, bedarfsgerechte gesundheitsfördernde und präventive Angebote für arbeitslose Menschen in Berlin und Brandenburg bereitzustellen – sodass sie wieder aktiv am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Starke Partnerinnen und Partner für eine starke Gesundheit

Gesundheitsangebote allein reichen jedoch nicht aus. In erster Linie braucht es ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein, das zur Teilnahme entsprechender Angebote motiviert und zu einer langfristigen Veränderung der Lebensweise führt. Diese anspruchsvolle Aufgabe kann nur mit starken Netzwerkpartnerinnen und -partnern bewältigt werden. Aus diesem Grund arbeiten gesetzliche Krankenkassen, Agenturen für Arbeit, Jobcenter sowie kommunale und regionale Akteurinnen und Akteure eng zusammen. Um dabei die Lebenswelt arbeitsloser Menschen zu berücksichtigen, werden gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen vor Ort geschaffen und optimiert. Und ebenso die Beratungs- und Dienstleistungsangebote von Agenturen für Arbeit und Jobcentern entsprechend ausgerichtet.

Gleichzeitig können solche verhaltens- und verhältnisbezogenen Maßnahmen erst erfolgreich umgesetzt werden, wenn die Zielgruppe aktiv in Entscheidungsprozesse miteinbezogen wird. Insofern begegnet das Projekt arbeitslosen Menschen auf Augenhöhe und versteht sie als Expertinnen und Experten Ihrer Lebenswelt.

Damit unser Netzwerk weiterhin wächst, sind wir regelmäßig auf der Suche nach engagierten Partnerinnen und Partnern. Wenn Sie sich für eine Zusammenarbeit mit uns interessieren, schreiben Sie uns gern eine Nachricht.


¹ Die Begriffe "Arbeitslosigkeit" und „arbeitslose Menschen“ werden aus Gründen der besseren Lesbarkeit umgangssprachlich verwendet. Zielgruppe für Präventions- und Gesundheitsförderungsangebote können dabei grundsätzlich alle bei den Jobcentern gemeldeten erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Sinne des SGB II sowie alle bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld sowie arbeitsuchend Gemeldete ohne Arbeitslosengeldanspruch im SGB III sein. Voraussetzung ist ein geklärtes gesundheitliches Leistungsvermögen sowie der Ausschluss erforderlicher medizinischer Behandlungen bzw. Maßnahmen der medizinischen/beruflichen Rehabilitation.

Ihre Ansprechpersonen

Berlin:
Cornelia Reichert
Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.

Tel: 030 – 44 31 90 66 
E-Mail: reichert@gesundheitbb.de


Brandenburg:
Antje Peters-Schulz
Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.

Tel.: 0331 – 88 76 20 36
E-Mail: peters-schulz@gesundheitbb.de

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